Dirk Schulz ist Musiker, Tontechniker und Produzent und arbeitet u. a. mit Mando Diao, Angelo Kelly, The Rasmus, Tierra Negra und Bauhaus. In der letzten Zeit war Dirk als F.O.H.-Tontechniker mit Mando Diao unterwegs. In sein Rack hatte er ein RackPack gepackt, um die nötige Grundversorgung mit Transient Designer und TwinTube Modulen sicherzustellen.

Wir fragten dann mal nach, wie es so gelaufen ist: „Nachdem ich einige Mando-Diao-Shows gemischt hatte, suchte ich eine Lösung, die mir mehr Druck und Punch in die Drum-Sounds bringt. Die erste Maßnahme war die Mikrofonauswahl zu prüfen, aber ich wollte einen deutlichen Vintage-Sound erzielen. Ich wusste aus meiner Studioarbeit, dass der Transient Designer die beste Lösung sein würde. Um Platz zu sparen, entschied ich mich für das RackPack und nahm auch Twin Tube-Module dazu, da mich schon die Plug-ins begeistert hatten.
Ich hatte mir gedacht, die Kick, Snare und alle Toms zuerst mit den Transient Designer und dann mit dem TwinTube zu bearbeiten. Das Ergebnis war verblüffend. Mit dem Transient Designer dosiere ich Attack und Sustain perfekt, und mit dem Twin Tube füge ich genau den Punch und die Sättigung hinzu, die der Drum-Sound braucht – und zwar exakt in den richtigen Frequenzbereichen. Das Schlagzeug sitzt jetzt perfekt im Mix, sehr präsent und mit der vollen Dynamik des Drummers.”
Kürzlich hat Dirk die Mischungen und das Mastering für einige MTV Unplugged-Produktionen übernommen: Die Single “Down In The Past” und die “Above And Beyond” LP und DVD. Dabei vertraute er einem ganzen SPL-Arsenal: zum Einsatz kam ein RackPack mit mehreren Transient Designer und TwinTube Modulen, ein GoldMike Mikrofonvorverstärker, ein Track One Aufnahmekanalzug, ein Charisma 2 Röhrenprozessor, ein Vitalizer® zur Klangoptimierung und diverse Analog Code® plug-ins.
Dirk war auch so nett uns zu erzählen, was er mit dem ganzen Zeug angestellt hat:
“Dieses MTV Unplugged-Projekt war eine echte Herausforderung. Mando Diao sind berühmt für Ihre Performances mit sehr großer Dynamik-Bandbreite; das geht von flüsterleise bis Vollgas. Insbesondere die Drums klingen irgendwie bei jedem Song anders. Mein Ziel war es, einen sehr warmen, satten Drum-Sound zu kreieren, ohne dabei aber Überschneidungen mit der akustischen Klangatmosphäre zu riskieren. Zu viel Attack auf den Drums klingt schnell kalt und künstlich, und wenn Du zu viel mit dem EQ verbiegst, läufst Du schnell Gefahr Druck zu verlieren.
Also habe ich mit den Transient Designer Plug-in unerwünschte Attack-Anteile und Klick-Geräusche der Kick-Drum und Toms entfernt.
Wegen der Dynamikunterschiede habe ich den Transient Designer bei jedem Song automatisiert. Neben der parallel eingesetzten Kompression hatte ich noch das Twin Tube Plug-in hinter dem Transient Designer laufen, um das ganze noch ein wenig mit Sättigung und Harmonics anzureichern. Diese Tools machen es unabhängig vom Musik-Stil wirklich viel einfacher, Drum-Sounds unter Kontrolle zu bekommen.“