Modell 9842
Anwendungen & Empfehlungen
Setzt man den Transient Designer für Gitarren ein, so kann man durch Absenkung des Attack das Instrument weichzeichnen. Eine Verstärkung des Attack führt dazu, dass der Sound regelrecht ins Gesicht springt, was besonders gut bei Picking-Gitarre wirkt. Verzerrte E-Gitarren sind durch die hohe Verzerrung stark komprimiert und daher undynamisch. Der Anschlag – und damit die Identifizierbarkeit – leidet am meisten unter starker Verzerrung. Durch Verstärken des Attack-Wertes erhält die Gitarre trotz hoher Verzerrung eine klare Durchzeichnung und deutliche Intonation. Hohe Verzerrung führt auch zu langem Sustain. Der Sound droht zu "verbreien". Durch Reduzierung des Sustain kann dem entgegen gewirkt werden. Bei mikrofonierten akustischen Gitarren führt die Veränderung des Sustains dazu, dass der Raumklang bei Erhöhung des Sustain-Wertes deutlicher hörbar wird. Respektive wird bei Verringerung des Sustain-Wertes der Raumklang immer geringer und der Sound trockener.
Zu hohe Ambience bei Choraufnahmen kann durch Verringerung des Sustain auf musikalischste Weise reduziert werden.
Keyboard- und Samplesounds sind häufig hochkomprimiert und haben nur noch wenig natürliche Dynamik. Eine Erhöhung des Attack bringt natürliches Ansprechverhalten zurück. Die Sounds nehmen weniger Platz im Mix ein und sind auch bei leiseren Lautstärker leichter zu identifizieren. Selbst günstigen Drum-Maschinen lassen sich hochwertige Sounds und Grooves entlocken.
Bei der Filmvertonung können Effektsounds aus Sample-Libraries mit neuem Punch und hoher Durchsetzung verbessert werden. Aussenaufnahmen mit schlechter Mikrofonpositionierung können nachträglich mit dem Punch und dem benötigtem Durchsetzungsvermögen versehen werden.
Für das Überarbeiten von fertigen Mischungen ist der Transient Designer zumeist nicht geeignet.
Studio Magazin
Studio Sound (UK)
Less Attack
More Attack
Less Sustain
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Achim Lanzendorf
Auf SPL-TV:
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