Modell 9842
Zur Technik
Sie müssen nicht wissen, wie der Transient Designer funktioniert, um ihn bedienen zu können. Da er aber eine völlig neuartige Signalverarbeitungstechnik zur Verfügung stellt, wollen wir neugierigen Benutzern nichts verschweigen.
Die DET sorgt dafür, dass leise und laute Signale eine identische Hüllkurvenbearbeitung erfahren. Es gibt also keinen Threshold-Parameter wie bei kompressoren mehr, mit dem der Einsatzpunkt bestimmt werden muss – wodurch zudem leise Signale unterhalb des Threshold nicht bearbeitet würden. Beide Parameter (Attack und Sustain) arbeiten parallel und beeinflussen sich nicht gegenseitig.
Das Attack-Regelnetzwerk verfügt über zwei Hüllkurven-(=Envelopes) Generatoren. Der erste Generator erzeugt eine Spannung, die der originalen Wellenform folgt (Env 1; siehe Abb. 1). Der zweite Generator erzeugt Env 2 (siehe Abb. 1) mit langsamerem Einschwingvorgang. Die schraffierte Fläche ist die Differenz aus Env 1 und Env 2 (siehe Abb. 2), aus der das Steuersignal für das VCA errechnet wird. Bei positiven Attack-Werten wird der Einschwingvorgang (Transiente) Für einen kurzen Moment verstärkt, bei negativen Attack-Werten abgeschwächt.



Das Sustain-Regelnetzwerk beherbergt ebenfalls zwei Hüllkurven-Generatoren. Env 3 (siehe Abb. 4) folgt wieder der originalen Wellenform. Env 4 (siehe Abb. 4) hält den Pegel der Ausschwingphase über einen längeren Zeitraum auf dem Niveau des Spitzenpegels. Aus der Differenz der beiden Spannungen (schraffierte Fläche) wird die Steuerspannung für das VCA gewonnen. Bei positiven Sustain-Werten wird der Ausschwingvorgang verlängert, bei negativen Sustain-Werten verkürzt.



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